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Pro Street

NFS Pro Street - Tuning Fibel

Die Tuning-Fibel

Der User "RyanCooper^^" aus dem NFS-Planet Forum hat sich die Mühe gemacht, eine Tuning-Fibel für Need for Speed ProStreet zu schreiben, die sich eingehend mit dem Feintuning der Fahrzeuge in dem Spiel befasst. Lest hier, wie ihr am besten eure Autos in welchem Modus tunt:

Einleitung
Grip
Speed
Drag
Drift
Motor
Bremsen
Getriebe
Nachrüstteile


Einleitung

Da die "Physik" des Spiels teilweise doch sehr stark von der der Realität abweicht, habe ich mich mal etwas eingehender damit befasst, welches Schräubchen an welchem Nachrüstteil welche Wirkung erzeugt.
Anders als die allgemeinen Tooltips im Game, versuche ich zu erläutern, welche Schwierigkeiten mit den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten beseitigt werden können.

Grip-Fahrzeuge:

Da sich ein Fahrzeug beim Bremsen nach vorne neigt und beim Beschleunigen nach hinten, sollte man bei allen Fahrzeugen im Grip-Modus das Fahrwerk darauf abstimmen, daß es sehr viele Beschleunigungs- und Bremsvorgänge zu bewältigen hat UND dabei möglichst auch noch beherrschbar bleibt ^^

Darum also die Druckstufen sehr straff einstellen.

Damit die jeweils andere Achse beim Bremsen, oder Beschleunigen nicht die Traktion verliert, muß die Zugstufe jeweils möglichst weich eingestellt sein. Das bewirkt, daß die entlasteten Räder trotzdem nicht den Bodenkontakt verlieren.

Die Federung muß immer auf die jeweilige Strecke abgestimmt werden und sollte so straff sein, wie es die jeweilige Strecke erlaubt.
Parallel zur Federung sollte die Bodenfreiheit eingestellt werden. Das heißt also: ganz straffe Federung für ganz tiefliegende Fahrzeuge und weniger hart für weniger tief..

Der Sturz ist eine recht sensible Angelegenheit, denn ein sehr negativ eingestellter Sturz erlaubt zwar höhere Kurvengeschwindigkeiten, fürht aber auch zum kaum noch kontrollierbaren Nachlenken des Wagens.
Hast du also das Gefühl, du hast schon längst aufgehört zu lenken und der Wagen kommt erst wesentlich später wieder zur Geradeausfahrt, dann ist dein Sturz zu negativ eingestellt!

Damit haben wir schonmal eine Grundeinstellung, die ein Fahrzeug Grip-tauglich macht.


Je nach Antriebstyp müssen die nachfolgenden Dinge eingestellt werden:

Bei Hecktrieblern sollte der Hintere Stabilisator nicht ganz so straff eingestellt sein wie der vordere, da das Auto sonst in Kurven zu sehr zum Übersteuern neigt. Gleiches gilt natürlich umgekehrt für Fronttriebler.

Das gleichmäßige Fahrverhalten kann nun noch mit dem Reifendruck feinabgestimmt werden:
Untersteuert der Wagen zu sehr, gib weniger Druck auf die Vorderreifen - übersteuert er, hast du zu viel Druck auf den hinteren Gummis.

Auch im Grip-Modus sollte die Spur nach Möglichkeit nicht positiv eingestellt sein, da das Fahrzeug sonst nach jeder Kurve nachschwingt wie ein halbvoller Tanklastzug. Leicht negative Einstellung entlastet den Fahrer und schont die Tastatur/Lenkrad des sonst ausflippenden Spielers ^^

Der Nachlauf sorgt dafür, daß die Räder in Geradeaus-Lauf gebracht werden. Je positiver der Nachlauf, desto stabiler die Geradeausfahrt, allerdings zu lasten der Wendigkeit. Auch hier sollte man die Einstellung an die jeweilige Strecke anpassen. Auf engen Strecken mit wenig langen Geraden kann der Nachlauf auch mal auf Neutral stehen, während er auf schnelleren Strecken immer positiver sein sollte.

Die Lenkungsübersetzung muß jeder seinem eigenen Spieltyp (und Hardware) anpassen. Da das Spiel allerdings eine eklatante Lenkverzögerung eingebaut hat, ist es besser, die Lenkung möglichst straff einzustellen und dafür an der Hardware (Empfindlichkeit des Lenkrades per Kalibrierung) herunterzusetzen.


Speed-Fahrzeuge:

Für Speed-Challenges gilt ähnliches, wie für Grip, nur daß man ziemlich selten bremsen muß, und wenn, dann meist nur sanft und nicht innerhalb von Kurven. Daher kann beim Speed der vordere Dämpfer ein wenig weicher eingestellt werden, was bei kleineren Bodenwellen bessere Traktion bietet, als ein zu hart eingestellter Stoßdämpfer.

Generell heißt es bei Speed-Fahrwerken, Lenkung absolut indirekt, Nachlauf absolut positiv und Spur absolut negativ! Trägt es den Wagen aus manch einer schnellen Kurve heraus, gib ihm einen leicht negativen Sturz - aber nicht zu viel, um das oben beschriebene Verhalten zu vermeiden!

Es gibt Speed-Strecken, auf denen die Autos fliegen lernen...
Entweder man bremst vorher weit genug herunter, um nicht abzuheben, oder man sorgt per Feineinstellung dafür, daß die Landung kontrollierbar bleibt und der Wagen nicht wie ein Gummiball herumhüpft. Leider sind Stufe 3 Fahrwerke nicht in der Lage, das Hüpfen wirklich effektiv zu vermeiden, aber man kann mit Hilfe von feinen Veränderungen an den Dämpfer- und Federungseinstellungen den Flummi unter Kontrolle kriegen. Schlingert der Schlingel nach der Landung zu sehr, sollte die hintere Dämpfung etwas weicher eingestellt werden. Neigt der Gummiball jedoch dazu, nach vorn und hinten zu hoppeln, ist wohl der vordere Dämpfer (und zugehörige Feder) zu weich.

Ganz allgemein sollte das Speed-Vehikel nicht zu tief gelegt werden, da sonst statt der Federung das Bodenblech die Fahrbahnunebenheiten abbekommt und das führt fast immer zu unkontrollierbarem Verhalten.

Drag-Fahrzeuge:

Generell erst einmal das Wichtigste: Fahrwerk für Drag-Fahrzeuge NUR Stufe 2 und nix anderes!!!

Falls überhaupt nötig, empfehlen sich im allgemeinen etwas straffere Druck- und Federeinstellungen mit jeweils gegenläufigen Zugstufen.
Nachlauf maximal Positiv, Spur - wenn überhaupt - negativ, Lenkung indirekt!
Für gute Traktion läßt man die Luft hinten raus, für weniger Rollwiderstand und untersteuerndes Verhalten (und somit unkritischen Geradeauslauf) die Vorderreifen aufpumpen.

Drift-Fahrzeuge:

Zum Drift kann ich keine Empfehlungen geben, da die Fahrwerkseinstellungen von Fahrer zu Fahrer komplett anders sein müssten, je nach seinem Driftstyle.

Generelle Infos:
Hinten weicher = mehr Kontrolle
Hinten härter = leichterer Driftbeginn

Motor:

Bevor man sich an die Steuerzeiten eines Motors macht, sollte man erstmal das Drehzahlverhalten im jeweiligen Einsatz ansehen. Dreht der Motor sehr viel im obersten Drehzahlbereich und sollte dort noch etwas mehr Power haben, so muß der Zündzeitpunkt auf "Frühzündung" vorverlegt werden. Braucht man im Drehzahlkeller mehr Dampf, ist dahingegen "Spät" die bessere Wahl.
Im Allgemeinen ist damit aber nicht wirklich viel herauszuholen, somit also nur was für die Perfektionisten..

Der Boost-Start bestimmt das Leistungsplus im unteren Drehzahlbereich, während der Boost-Ende die Leistung im oberen Drehzahlbereich erhöht.
Kommt es nur darauf an, immer die meiste Leistung zur Verfügung zu haben, sind natürlich beide Regler bei Max gut aufgehoben.

Wer allerdings mal einen GT2 oder ähnliches Leistungsmonster ohne zugehöriges Gewicht gefahren hat, der dürfte sich darüber freuen, wenn die Kiste erstmal in die Gänge käme und nicht ständig durchdrehende Reifen hätte... dem kann man mit dem Boost-Start entgegenwirken, indem man diesen herunterdreht.

Die Gesamtleistung wird nicht ermittelt, sondern richtet sich nach dem Maximum. Wer also mehr Punkte erziehlen will, sollte den Boost nicht erhöhen, da der Zeitgewinn meist geringer ist, als die Vorgabe sinkt..

Der Nitro-Durchfluss sollte den jeweiligen Bedürfnissen angepasst sein. Hoher Durchfluß bewirkt kurzfristig einen enormen Leistungsschub, die Pulle ist aber auch schneller leer und somit ist es vielleicht auch manchmal ratsam, den Durchfluss zu verringern und somit einen etwas mäßigeren, aber dafür längeren Leistungsschub zu erhalten.

Bremsen:

Generell sollten Bremsen mit einer Bremskraftverteilung von 70:30% nach vorne gelegt sein. Da heute eigentlich jedes Auto über ABS verfügt (und viele Spieler über analoge Eingabegeräte ^^) kann der Bremsdruck ruhig auf maximum stehen, ebenso natürlich für die Handbremse.. denn wozu braucht man die, ausser um das Auto mit dem Hintern herumzuwerfen?

Tastaturspieler müssen da natürlich herausfinden, welcher Bremsdruck für die jeweiligen Strecken optimal ist, da die ja nur Vollgas und Vollbremsung kennen ^^

Getriebe:

Wieder ist es eine Frage des Einsatzes, wie das Getriebe eingestellt werden sollte. Fährt ein Fahrzeug nahezu ausschließlich hohe Geschwindigkeiten, sollten die oberen drei Gänge möglichst eng abgestimmt werden und die unteren gleichmäßig dorthin führen.

Fährt man hingegen sehr viel in mittleren Geschwindigkeiten, so sollte nur der erste Gang lang gehalten sein und alle folgenden dicht zusammen liegen. "Dicht zusammen" bedeutet in diesem Fall, daß der niedrigste der Gänge, die dicht zusammen liegen sollen, besonders lang und der höchste der Gänge besonders kurz eingestellt wird. Die dazwischen liegenden Gänge sollte man dann gleichmäßig verteilen.

Es macht übrigens keinen Sinn, das Getriebe auf superlang zu stellen um eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 403 Km/h zu erreichen, wenn die Leistung dazu nicht zur Verfügung steht! Die Durchschnittsgeschwindigkeit (und somit die Zeit, bis man am Ziel ist) ist besser, wenn der Wagen den letzten Gang auch aus eigener Kraft ausfahren kann!

Zu den Nachrüstteilen noch ein Wort:

Manche Wagen kann man mit Stufe 4-Teilen nur noch verschrotten, andere erst damit wirklich fahren... hier gilt es selbst ausprobieren und selbst ärgern.

Turbolader bringen etwas mehr Druck, brauchen aber nach jedem Gangwechsel eine Zeit, um diesen aufzubauen...Bei ständigen Geschwindigkeitswechseln, oder vor allem im DRAG (!) also niemals einen Turbolader verwenden, sondern NUR Kompressoren!






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